BUND Ortsverband Ladenburg

Der Arbeitskreis Biotopvernetzung im BUND Ladenburg

Gesetzlicher Auftrag

Seit Juli 2020 ist die Biotopvernetzung gesetzlicher Auftrag in Baden-Württemberg. Ziel ist der Artenerhalt, der Schutz der Lebensvielfalt. “Trittsteine”, noch besser “Trittbretter” in der Gemarkung sollen die Ausbreitung und den Austausch von Fauna und Flora erleichtern, etwa über einjährige, besser mehrjährige Blühstreifen und Brachflächen.

Der BUND Ladenburg arbeitet mit dem Bauernverband und der Stadtverwaltung an einem Runden Tisch eng zusammen, um so die Lebensverhältnisse für Pflanze, Tier und Mensch in der Gemarkung nachhaltig zu verbessern. Damit nehmen wir auch frühere Initiativen des BUND Ladenburg zum Biotop-Monitoring wieder auf.

Im Auftrag der Stadtverwaltung hat die Firma Bioplan, Heidelberg,  eine Bestandsaufnahme in unserer Gemarkung begonnen.

 

Aktuelle Entwicklungen bei uns

Ein Flurstück an der Fritz-Maas-Brücke über den Loosgraben könnte der “Ausgangs-Trittstein”dafür sein: Eigentümer dieses Geländes ist das Land Baden-Württemberg. Im Jahre 1997 wurde es vom BUND Ladenburg “zur landwirtschaftlichen Nutzung”in Pacht genommen. Ladenburger Mitbürger berichten, dass dieses Flurstück einerseits mehrfach überschwemmt war,  - das Grundstück liegt in Wasserschutzzone III A – dann aber auch wieder komplett trocken gefallen sei. Aktuell analysieren wir den wohl zur Zeit nicht in die gängigen Kategorien einordenbaren   Zustand von Flora und Fauna (Feuchtwiese oder nicht?, gar beginnende Moorbildung?) mit Experten, wollen eventuell  eine Teilmahd durchführen.

Mit dem Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg Mannheim und Heidelberg ist Kontakt aufgenommen. Ziel ist die Umwandlung in ein Biotop, eben in den ersten “Trittstein” zur Biotopvernetzung auf der Ladenburger Gemarkung.

Überblick zum Thema Biotopverbund Baden-Württemberg

Konkrete Vorhaben des BUND Ladenburg zur Biotopvernetzung

Ziel des BUND Ladenburg ist die Schaffung von netzförmigen biotopischen Verbindungen in und um die landwirtschaftlich genutzten Flächen der Gemarkung Ladenburg auf mindestens 4% der Offenlandschaft.

1. Treffen Runder Tisch

Beim ersten Treffen des Runden Tisches zur Biotopvernetzung Ladenburg im Februar 2023, der auch der Bestandsaufnahme in der Gemarkung diente, trugen die teilnehmenden BUND-Mitglieder vor, dass

  • eine katastermäßige Kartierung der Ausgleichsflächen erfolgen solle
  • verstärkt Blühstreifen auf städtischen Flächen angelegt werden sollten
  • die Pflege von Wegen und Saumstreifen verbessert werden müsse und
  • insbesondere der Streuobstwiesen-Gürtel um Ladenburg herum revitalisiert werden sollte.

2. Treffen Runder Tisch

In der zweiten Sitzung dieses Runden Tisches drängte der BUND Ladenburg nochmals auf die Erstellung einer Übersichtskarte der in der Gemarkung liegenden Kompensationsflächen und die Vergrößerung der Streuobstwiesen-Bestände rund um Ladenburg.

Der BUND trug vor, dass  im Biotopvernetzung-Konzept gerade auch Stilllegungsflächen eingeplant werden könnten und die 4% des Offenlandes, die die Landwirte gesetzmäßig sowieso bereitstellen müssen. Es sollte versucht werden, dass die Landwirte hier zeitlich und räumlich im Sinne der Biotopvernetzung ihre Stilllegungsflächen koordinieren, um so eben auch die gut nutzbaren Ackerflächen wirtschaftlich und praktisch funktionsfähig zu erhalten.

Ein erstes, diesbezügliches direktes Gespräch mit breitem Gedankenaustausch hat der Arbeitskreis Biotopvernetzung des BUND mit dem örtlichen Bauernverband bereits geführt.

Das nächste Treffen des Runden Tisches zur Biotopvernetzung ist noch für 2023 vorgesehen.

Kontakt zum Arbeitskreis Biotopvernetzung:

Dr. Johannes-Hermann Wahl


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(Foto: Karin Luthringhausen)
(Foto: Karin Luthringhausen)