BUND Ortsverband Ladenburg

Bienen in der Bachstation  

Biene in Blau (Foto: Karin Luthringhausen)  (Karin)

Spiel- und Grünflächen, Biotope, Wildblumenwiesen, ein Wasserfluss, Baumlandschaften – unsere Bachstation hat einen engen Bezug zur Natur. Und was wäre diese Natur ohne die emsige Arbeit ganzer Bienenvölker, die die Bestäubung der Blüten übernehmen, so den Fruchtansatz für Wild- und Nutzpflanzen sicherstellen – und zugleich Nektar und Pollen einsammeln, woraus dann Imker leckeren Honig erzeugen.

Im Gegensatz zu den Honigbienen, die als Generalisten den Pollen und Nektar vieler unterschiedlicher Pflanzen sammeln können, haben viele Wildbienenarten speziellere Bedürfnisse. Trotzdem sind alle Bienenarten durch ihre gemeinsamen Blütenressourcen in einem großen Netzwerk miteinander verbunden. Eine Betrachtung der Wildbienen und Honigbienen als miteinander im Wettbewerb stehende Konkurrenten ist grundsätzlich wenig zielführend. Im Gegenteil, Wildbienen und Honigbienen ergänzen sich und erhöhen somit die Resilienz eines Agrarökosystems gegen Störungen von außen. Die Raum- und Zeitmuster des Sammel- und Aktivitätsverhaltens vieler Wildbienen unterscheiden sich von denen der Honigbienen, so dass eine sichere Bestäubung nur durch das Zusammenwirken beider garantiert ist.

Alles gut alle gesund (Foto: Karin Luthringhausen)

Wir haben seit März 2022 auf der Bachstation drei Bienenstöcke aufgestellt. In jedem Bienenstock können im Sommer bis zu 60.000 Bienen leben. Rund 400 € kostet so ein Bienenhaus inkl. der summenden Bewohner, die pro Jahr etwa 30 bis 40 Kilo Honig erzeugen. Etwa 17.000 mal muss eine Arbeiterin ausfliegen, um Nektar und Pollen für 250 Gramm Honig zu sammeln – denn pro Flug können sie nur etwa 25 bis 35 Milligramm einsammeln. Klingt wenig – ist aber etwa 1/3 ihres Körpergewichtes. Derweil ernährt sich die Königin des Bienenvolkes im Inneren von sogenanntem „Gelée Royale“ – einer hochdosierten Nahrung mit etwa einem Dutzend Vitaminen, über 20 Aminosäuren und vielen Spurenelementen. Aber wer doppelt so groß wird und täglich ca. 1.500 bis 2.000 Eier legt, braucht eben etwas Nahrhafteres.

Übrigens: der Honig, den die Bienen gesammelt haben, vom Imker sorgfältig verarbeitet, kann zu den Terminen der "Offenen Bacherlebnisstation", käuflich erworben werden solange der Vorrat reicht. Das 500-Gramm-Glas kostet 8 €. Davon geht  1 Euro an den  BUND OV .